Für Dich zuletzt aktualisiert am: 08.04.2021

Was sollte in einem Fluchtrucksack drin sein?

Der Ratgeber: Wie man ihn packt und was drin sein muss - Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Was sollte in einem Fluchtrucksack drin sein?

 Das Wichtigste zuerst: 

Ein Beispiel

Mitten in der Nacht schrillen draußen plötzlich die Sirenen und überall bricht eine gewisse Hektik aus, Du brauchst einige Minuten, um zu realisieren, was Sache ist, doch dann hörst Du anhand der Durchsagen, die auf der Straße getätigt werden, dass Euer Viertel schnellstmöglich evakuiert werden muss. Es wurde in Eurer Nähe eine alte Weltkriegsbombe gefunden, die jeden Moment explodieren könnte und Deine Familie muss mit Dir die Gegend so schnell wie möglich verlassen. Ihr rennt alle in den Flur, könnt gerade so noch Jacke und Schuhe greifen und ab nach draußen. Draußen steht Ihr dann. Was nun? Wohin? Zu wem? Ihr habt nichts dabei, denn Ihr konntet ja gerade so noch Eure Jacken greifen.

In so einem Moment denkst Du Dir wahrscheinlich:

"Wäre es nicht sinnvoll, einen Rucksack gepackt zu haben, in dem schon alles für so einen Moment enthalten ist?".

Wir können Dir sagen:

"Ja, es wäre sinnvoll gewesen."

Und genau aus diesem Grund erklären wir Dir heute wie man einen solchen Rucksack, einen sogenannten Fluchtrucksack, am besten packt.

Los gehts

Wir vermuten, Du hast nun gemerkt, dass es nicht komplett unrealistisch ist, dass Du eines Tages plötzlich alles stehen und liegen lassen musst und Dein Eigenheim unverzüglich verlassen musst. Zu sagen, dass es nur etwas für durchgeknallte Prepper wäre, einen Notfallrucksack bereitzustellen, wäre realitätsfern und arrogant. Deswegen zeigen wir Dir heute ganz genau, was Du alles beim Packen beachten musst. Jedes Detail werden wir mit Dir durchsprechen, um Dich optimal auf das Packen vorzubereiten. LEEEETS GO!

Halt! Das solltest Du noch wissen:

Was bringt Dir dieser Artikel?

Du lernst in diesem Ratgeber viele Dinge, die sich für Dich als wichtig erweisen könnten. Jede Menge spannende Fakten und wahrscheinlich auch der ein oder andere "AHA"-Moment erwarten Dich heute.

Der Ratgeber ist sehr ausführlich geschrieben und vermittelt Dir so ziemlich alles, was Du wissen musst.

Durch ausführliche Recherche und auch ein gehöriges Maß an Eigenerfahrung können wir Dir hier jede Menge Wissen zur Verfügung stellen, um Dich nach dem Lesen des Textes als ein klügerer Mensch gehen zu lassen. Viel Spaß beim Lesen!

Quellen durchforstet

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Was sollte in einem Fluchtrucksack drin sein?

Das sind die konkreten Schritte

Eine bloße Liste ist zwar schön kurz und knackig, wir wollen Dir hier jedoch etwas mehr bieten. Wir werden auf jeden Inhalt des Notfallrucksacks einzeln eingehen und Dir konkrete Dinge erklären. Die einzelnen Anstriche der Liste sind teilweise auch nur Sammelwörter, die dann in verschiedene Einzelinhalte aufgeteilt werden.

Im Folgenden wird es etwas konkreter:


Der Rucksack -
ohne ihn geht gar nichts


Lieber zu groß als zu klein

Wie in der Zwischenüberschrift schon angedeutet:

ohne einen Rucksack brauchen wir gar nicht erst anzufangen. Du benötigst einen Behälter für all Dein Equipment und der Rucksack eignet sich perfekt dazu. Ein Rucksack ist leicht zu tragen, ist robust und kann auch über mehrere Jahre hinweg gebraucht werden. Es ist zu empfehlen einen recht großen Rucksack zu kaufen, so um die 60-70 Liter.

Das klingt zwar am Anfang viel, Du wirst jedoch merken:

Es muss auch viel rein in das gute Stück.

Qualität statt billig!

Es gibt verschiedene Kriterien, die Dein Rucksack erfüllen sollte. Dazu zählt zum einen die Füllmenge, die wir eben schon besprochen haben. Außerdem wichtig ist, wie robust und strapazierfähig der Rucksack ist. Er soll ja nicht mit auf einen Spaziergang mitgenommen werden, sondern auch in einer Fluchtsituation zuverlässig den Strapazen standhalten. Denn ein kaputter Rucksack bringt Dir auf einer Flucht reichlich wenig. Des Weiteren ist wichtig, dass der Rucksack für Dich angenehm zu tragen ist.

Der Fluchtsack muss angenehm zu tragen sein

Er sollte gut sitzen und Dir beim Laufen keine Probleme bereiten. Hierfür empfehlen wir, den Rucksack vor dem Kauf auf jeden Fall ausführlich anzuprobieren und zu schauen, welcher am besten zu Deinen Bedürfnissen passt. Eine gute Strategie, um einen guten Rucksack zu finden ist auch, sich einfach mal in Deinem Umfeld umzuschauen. Einfach mal gucken was Deine Freunde so für Rucksäcke tragen und auch mal live einen Test machen, also ihn anprobieren.

Der vierte Faktor beim Kaufen des Rucksacks ist der unschönste:

Der Preis. Du solltest Dir vorher Gedanken darüber machen, für welchen Preis Du Dir den Rucksack kaufen möchtest. Rucksäcke können mitunter echt teuer sein, weshalb ein vorher gesetztes Limit bei der Kaufentscheidung sinnvoll sein kann.


Kleidung


Im Detail:

Die Kleidung ist wichtig, wenn es darum geht zu überleben. Sie schützt Dich vor den Außeneinwirkungen der Umwelt und isoliert Dich ein wenig vor Ihr.

Jedoch solltest Du es auf keinen Fall übertreiben mit den Klamotten, weil sonst Dein Rucksack extrem schwer werden könnte. Halte Dich also etwas zurück und überlege genau, welches Kleidungsstück Du wirklich brauchst und was eher unnötig ist. Prinzipiell solltest Du versuchen, den meisten Teil Deiner Kleidungsstücke am Körper zu tragen, da so mehr Platz im Rucksack ist.

Wetterschutzbekleidung

Zur Wetterschutzbekleidung zählen Regenjacke, Regenhose und Regenponcho. Du solltest mindestens eines der drei genannten Kleidungsstücke für Regen dabeihaben, da es für Dich ansonsten sehr nass werden könnte. Wenn Du sparsam sein möchtest, dann reicht an sich auch eine gute Regenjacke, da auf den Oberkörper am meisten Wasser kommt, wenn es regnet.

Es ist von Bedeutung, dass die Regenjacken, die Du kaufen wirst, qualitativ ist. Qualitativ bedeutet:

Sie sollte schön dicht sein und trocken halten. Sie sollte atmungsaktiv sein, für anstrengende Touren durch den Regen. Und sie sollte ein hohes Maß an Robustheit mitbringen, um auch bei härteren Bedingungen noch funktionsfähig zu bleiben.

Regenhose

Die Regenhose ist eher als eine Ergänzung zur Regenjacke zu verstehen; es ist zwar schön, eine zu haben, essenziell ist sie jedoch nicht. Ob der Einsatz einer Regenhose sinnvoll ist oder nicht, hängt auch immer davon ab, welche Bedingungen herrschen.

Wenn Du den ganzen Tag draußen im Regen herumlaufen musst, dann wird Deine Hose, sofern es keine Regenhose ist, am Ende des Tages völlig durchweicht sein. Wenn Du aber den ganzen Regentag in einem wettergeschützten Shelter verbringst und nur kurz rausgehst, um Wasser zu holen, dann reicht es komplett aus, Dir kurz eine Regenjacke überzuziehen.

Du musst also für Dich selbst entscheiden:

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich in eine solche Situation gerate, in der ich eine Regenhose brauche? Je nachdem, wie Du diese Frage für Dich beantwortest, nimmst Du entweder eine Regenhose mit oder sparst Platz.

Regenponcho

Ein Regenponcho verbindet die beiden Komponenten Regenhose und Regenjacke miteinander. Du kannst Dir den Poncho überziehen und wirst sofort großflächig vor Wasser geschützt. Für längere Märsche oder andere monotone Tätigkeiten ist ein Regenponcho keine schlechte Option.

Doch wenn es an anspruchsvollere Tätigkeiten geht, wie beispielsweise das Wegrennen vor irgendetwas oder auch nur das Kochen und ähnliches, dann ist ein Regenponcho ungeeignet. Das liegt daran, dass der Poncho sehr locker sitzt und schnell verrutschen kann, bei schnellen oder komplexen Bewegungsabläufen führt das dann dazu, dass der Regenponcho dauerhaft hin und her rutscht, schlecht vor Regen schützt und auch noch seinen Träger nervt.

Thermounterwäsche

Fast jeder kennt sie vom Skifahren: die gute alte Thermounterwäsche. Sie isoliert super und transportiert Feuchtigkeit ab, wodurch sie zum Must-have für den Notfallrucksack wird.

Wie gesagt:

der Sinn von Thermounterwäsche besteht in erster Linie darin, den Träger zu wärmen. Hierbei ist die Thermounterwäsche die erste Lage und liegt direkt auf dem Körper auf. Du solltest deshalb beim Kauf darauf achten, dass die Thermounterwäsche sich bequem tragen lässt. Sie sollte nicht kratzen, jucken oder ähnliches.

Der zweite Sinn einer Thermounterwäsche ist es, Feuchtigkeit nicht aufzunehmen, sondern nach außen hin wegzuleiten.

Alle Feuchtigkeit, die vom Körper ausgeht, also Schweiß, wird direkt nach außen geleitet, sodass der Körper nicht auskühlen kann und schön trocken bleibt. Das ist ein großer Vorteil, den die Thermounterwäsche gegenüber anderen Wäschen zu bieten hat. Die Thermounterwäsche wird häufig unterschätzt, was nicht fatal ist. Du solltest auf jeden Fall Thermounterwäsche mitnehmen oder auch anziehen.

Ein weiterer Vorteil von Thermounterwäsche:

Sie wiegt fast nichts und macht sich beim Tragen deshalb kaum bemerkbar.

Feste Schuhe

Wusstest Du schon?

Bananen wachsen aus einer Staude heraus, die nach unten zeigt. Um wachsen zu können, benötigen sie aber Sonnenlicht – wie alle anderen Früchte auch. Aus diesem Grund biegen sich Bananen nach oben, dem lebensnotwendigen Licht entgegen.

Wie Du Dir wahrscheinlich schon denken kannst, sind Schuhe bei längeren Märschen von großer Bedeutung. Es ist sehr fatal, wenn Du Dir bei einem langen Marsch Blasen an den Füßen reibst oder Dich beim Umknicken verletzt. Ein festes Schuwerk verhindert ebenfalls, dass du dich verletzt, wenn du auf etwas trittst, was aus dem Boden rankt.

Deswegen unser Tipp:

Wasserfeste, hohe und bequeme Wanderschuhe besorgen, die eine hohe Haltbarkeit, sowie Strapazierfähigkeit haben. Du solltest optimalerweise jeden Schuh, den Du Dir kaufst, auch anprobieren und Dich so gut es geht und vor allem so intensiv es geht, mit ihm auseinandersetzen.


Essen und Zubereitung - Du bist was Du isst


Im Detail:

Täglich musst Du etwas Essen, um leistungsfähig und damit überlebensfähig zu bleiben. Auf einer Flucht gestaltet es sich jedoch etwas schwierig, seinen Kühlschrank und alles was man sonst noch so braucht mitzunehmen, weshalb Du hier etwas anders als im Alltag planen musst.

Kalorienreiche Lebensmittelriegel

Die Lebensmittelriegel sind nahrhaft und helfen Dir dabei, schnell und unkompliziert etwas Energie zu tanken. Sie sind keine Dauerlösung, dennoch solltest Du auf alle Fälle einige gute Riegel dabeihaben, um Dich fit zu halten. Im Test überzeugen Lebensmittelriegel durch ihr geringes Volumen gepaart mit dem hohen Sättigungsfaktor und Kaloriendichte, den sie haben.

Lang haltbare Überlebensmahlzeiten

Diese Art der Mahlzeiten könnten auf einer Flucht eine Art Grundversorgung für Dich darstellen. Sie sind leicht zu transportieren und nehmen kaum Platz in Anspruch. Zu den meisten lang haltbaren Überlebensmahlzeiten musst Du einfach nur einiges warmes oder kaltes Wasser hinzugeben und schon ist das Mahl angerichtet.

Die Überlebensmahlzeiten sind in Tüten oder Kartons eingepackt und nehmen nicht so viel Platz in Anspruch, weshalb sie sich super für den Fluchtrucksack geeignet sind. Plane am besten einige Wochen ohne Nahrung ein und packe Deinen Rucksack entsprechend. Überlebensmahlzeiten werden auch beim Militär verwendet, was ihren Nutzen bestätigt.

Du kannst sie in zahlreichen Shops im Internet erwerben, einen echten Laden, der solche Mahlzeiten verkauft, zu finden könnte schwierig werden. In einigen größeren Städten gibt es Militärshops, die auch Überlebensmahlzeiten in ihrem Sortiment führen, diese zu finden könnte aber nicht ganz einfach werden.

Kocher

Es empfiehlt sich ein leichter Kocher, den man platzsparend transportieren kann. In der heutigen Zeit gibt es eine riesige Auswahl an Kochern und ähnlichem, wo man schnell mal den Überblick verlieren kann.

Aus diesem Grund erklären wir Dir hier schnell die einzelnen Arten der Kocher, ihre Funktionsweise und für wen oder was sie sich eignen. Der Gaskocher ist äußerst komfortabel, jedoch musst Du bei ihm immer darauf achten, noch genügend Gas zu haben, was bedeutet, dass Du mehr schleppen musst.

Notfallkocher der NATO brennen mit einem chemischen Brennstoffmedium, welches in Tabletten abgepackt ist. Der Kocher der NATO ist somit, ähnlich wie der Gaskocher, von einem Brennstoff abhängig, mit dem Unterschied, dass der Notfallkocher deutlich weniger Platz mit seinem Brennstoff einnimmt. Außerdem gibt es einige leichte Metallöfen, die mit Holz beheizt werden können. Die Öfen bündeln das Feuer so, dass man Dinge schneller erhitzen kann.

Wir würden solche Öfen den anderen bisher vorgestellten Kochern vorziehen, da diese Öfen mit Holz funktionieren und man Holz so gut wie immer und überall finden kann. Du solltest für Dich entscheiden, welcher Kocher für Dich am besten passt. Magst Du es lieber komfortabel? Oder doch lieber das platzsparende Modell? Entscheide selbst.

Essgeschirr

Das Essgeschirr ist wichtig bei der Aufnahme der Nahrung. Besteck sowie Geschirr können wir das Besteckset, sowie das Geschirrset der Bundeswehr empfehlen.

Diese sind preisgünstig zu erwerben und bieten ausreichende Funktionalität. 

Angelequipment und Steinschleuder

Angelequipment und Steinschleuder Wenn Du etwas länger als einige Tage oder Wochen draußen verbringen musst, kann es sein, dass Du sich nicht mehr von Deiner mitgebrachten Nahrung ernähren kannst, sondern selbst auf die Jagd gehen musst.

Für einen ungeübten Jäger ist das natürlich eine große Herausforderung, weshalb es darum geht, die Jagd so simpel wie möglich zu gestalten. Es bietet sich an, zu angeln, weil das Angeln nicht zu viele anspruchsvolle Fähigkeiten erfordert. Du benötigst hierfür eine Angelschnur und ein paar Haken, Drehgelenke, sowie Blei.

Versuch minimalistisch zu bleiben und so wenig wie möglich mitzunehmen. Eine Steinschleuder ist außerdem noch eine gute Möglichkeit, um Tiere zu erlegen. Vor allem Vögel lassen sich mit ein wenig Übung gut treffen. Vögel sind zwar nicht gerade ein Festmahl, wenn man überleben will, sollte man jedoch nicht zu wählerisch sein.


Trinken und Zubereitung


Im Detail:

Es ist wichtig immer hydriert zu bleiben, da sonst Deine Psyche und vor allem Deine Physis eingeschränkt werden würde. Für den ersten Tag bzw. für die ersten Tage, je nachdem, wie hoch Dein Wasserbedarf ist, solltest Du Dir 3 Liter Wasser einpacken. Mehr jedoch nicht, da Wasser recht schwer ist. Aber auch nicht weniger, denn Du bist darauf angewiesen, erst einmal eine Stelle zu finden, von der Du dann später Dein Wasser beziehen kannst

Wasserquelle

Wenn Du dann Deine Wasserquelle gefunden hast, musst Du natürlich sichergehen, dass das Wasser frei von Verunreinigungen ist. Hierfür gibt es verschiedene Methoden. Zum einen kannst Du das Wasser durch einen Filter filtern und dadurch reinigen. Zum anderen kannst Du die Bakterien, Keime und Verschmutzungen im Wasser mit Reinigungstabletten abtöten und somit reinigen. Wir empfehlen Dir, Tabletten und Filter mitzunehmen, falls eine der beiden Methoden nicht richtig funktioniert.

Für die langfristige Nutzung ist jedoch nur der Filter zu empfehlen, da er lediglich ein bisschen Reinigung bedarf. Die Tabletten sind im Gegensatz zum Filter irgendwann aufgebraucht.

Für den Transport und die Lagerung von Wasser solltest Du Dir einen Kanister mitnehmen, den man falten kann. Diese sind praktisch und klein zu verstauen und können ausgefaltet werden, sobald sie gebraucht werden.


Unterschlupf und Wohnen


Im Detail:

Um draußen zu überleben brauchst Du selbstverständlich einen Ort, an dem Du nachts schlafen kannst. Dieser Ort sollte Dich vor Kälte und Wetter schützen, ohne dabei zu viel Platz im Gepäck einzunehmen oder zu viel zu wiegen. Dein kleines Lager sollte sich aus drei verschiedenen Komponenten zusammensetzen. Eine Schutzschicht, die Dich wärmt, etwas worauf Du Dich legen kannst und zu guter Letzt noch etwas, was Dich vor Niederschlägen schützt, also eine Abdeckung.

Zelt

Als äußerer Schutz eignet sich ein Zelt, welches dazu dient, Dich vor der Umwelt zu schützten. Wenn Du allein unterwegs bist, sollte ein Zelt für ein bis zwei Personen völlig ausreichend sein. Es ist wichtig, dass das Zelt keine komplizierten Technologien verwendet und leicht aufzubauen ist. Der mobile Unterschlupf sollte außerdem ordentlich robust sein, um auch auf härteren Böden aufgebaut werden zu können. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist, dass das Zelt als sogenanntes "Vier Jahreszeiten Zelt" gekennzeichnet ist. Das bedeutet, dass der Unterschlupf ganzjahrestauglich ist, also immer eingesetzt werden kann. Eine hohe Wassersäule, sowie eine gute Windbeständigkeit für bis zu 140 km/h ist auch noch von Bedeutung. Du solltest Dich beim Kauf eines Zeltes vorher sehr gut mit dem Thema auseinandersetzen. Das sagen wir Dir, weil der Fehlkauf eines Zeltes schnell ein mittelgroßes Loch in Deine Brieftasche reißen kann; gute Zelte kosten oftmals zwischen 800 und 1200 EUR.

Biwaksack

Alternativ zu einem Zelt kannst Du auch in einem Biwaksack schlafen. Beim Biwakieren schläfst Du in dem sogenannten Biwaksack, der wesentlich kleiner als ein Zelt ist. Der Biwaksack besteht aus einer wasserdichten Unterseite und einer atmungsaktiven Oberseite. In den Sack nimmst Du dann noch einen Schlafsack mit hinein, wodurch Du gut wärmeisoliert wirst. Ein Biwaksack bietet etwas weniger Komfort gegenüber einem Zelt, im Test kann er jedoch mit geringem Gewicht und Packmaß überzeugen.

Schlafsack

Wichtig sind nun noch Schlafsack und Isomatte. Der Schlafsack hält Dich warm, indem er mit seinen Daunen Deine Körperwärme gut isoliert. Beachten solltest Du beim Kauf des Schlafsacks, dass er bis zu leichten Minusgraden noch geeignet ist.

Isomatte

Die Isomatte soll Dir das Liegen etwas bequemer machen und die Kälte des Bodens isolieren. Das Thema um die Isomatte ist das simpelste der drei, da es hier nicht so viel zu beachten gibt. Du hast die Wahl zwischen einer aufblasbaren Isomatte und einer, die aus Schaumstoff besteht und schon aufgeblasen ist. Wir würden Dir eher die aufblasbare Variante empfehlen, da diese weniger Stauraum einnimmt, wenn man die Luft ablässt im Gegensatz zur Schaumstoffmatte, von der man die Luft gar nicht ablassen kann.


Gesundheit


Im Detail:

Vor allem auf der Flucht kann es schnell mal passieren, dass sich jemand verletzt oder eine anderweitige medizinische Notsituation eintritt. Für solche Fälle lohnt es sich, vorbereitet zu sein. Wir stellen Dir hier eine kleine Auswahl an Dingen vor, die Du optimalerweise mitnehmen solltest, um die Gesundheit von Dir und anderer zu schützen.

Erste-Hilfe-Set

Das Erste-Hilfe-Set kann man in vielen verschiedenen Ausführungen von zahlreichen Herstellern kaufen. Es ist hilfreich, dass die Sets alle schon gepackt sind und Du dadurch selbst nicht mehr viel machen musst.

Desinfektionsmittel

Um Wunden desinfizieren zu können, brauchst Du Desinfektionsmittel. Das Desinfizieren ist deswegen so wichtig, weil sich die Wunden ansonsten schnell entzünden können, was Schlimmeres mit sich ziehen kann.

Schmerzmittel

Wenn Du vorübergehend einen Schmerz stillen möchtest, der Dir ansonsten alle Nerven rauben würden, ist die Einnahme von Schmerzmittel keine fernliegende Aktion. Ein paar Mittel wie Ibuprofen solltest Du dabeihaben, um Dich in kritischen Situationen auch noch konzentrieren zu können.

Individuelle Medikamente

Immer mehr Menschen haben Allergien oder ähnliche Leiden, die mit Medikamenten bekämpft oder gedämpft werden müssen. Deswegen solltest Du in Dich gehen und genau überlegen, ob Du solche Medikamente benötigst und wenn ja, Dir eine ordentliche Ration einpacken.

Die Hygiene wird beim Packen von Fluchtrucksäcken häufig total vernachlässigt, in dem Glauben, dass sie überbewertet und nicht so wichtig sei. Doch dem ist nicht so: Hygiene ist sehr wichtig, denk doch mal daran was passieren würde, wenn Du Dir für einen Monat Deine Fingernägel nicht schneiden würdest oder, noch schlimmer, Deine Zähne nicht putzen würdest. Diese vermeintlich kleinen Dinge können fatale Folgen haben.

Zahnbürste/ Zahnpasta

Packe Dir zwei bis drei Zahnbürsten ein. Mit der Zahnpasta solltest Du sehr sparsam sein, um so lang wie möglich damit durchzukommen. Am besten packst Du die Utensilien in einen abgetrennten Plastik- oder Hygienebeutel, um die Verschmutzung der beiden zu vermeiden

Seife

Seife ist wichtig, um Deinen Körper sauber zu halten. Nimm am besten PH-neutrale Kernseife mit, da diese in der Natur besser abbaubar ist.

Nagelschere

Eine Nagelschere ist essenziell, um Deine Hände und Finger funktionstüchtig zu halten. Packe Dir deswegen eine ein, dabei solltest Du auf eine gewisse Qualität des Produktes achtgeben, um eine lange Haltbarkeit zu haben.

Klopapier

Um Dich nach dem Geschäft reinigen zu können, brauchst Du Klopapier. Nimm am besten circa eine Rolle mit, um für die ersten Tage gesichert zu sein. Danach solltest Du auf natürliche Materialien umsteigen.


Licht  


Im Detail:

Natürlich ist es von großer Bedeutung, dass Du, wenn es dunkel wird, nicht völlig aufgeschmissen bist, weil Du nichts sehen kannst. Deswegen solltest Du unbedingt eine Stirnlampe oder eine Taschenlampe mitnehmen. Für welche der beiden Methoden Du Dich entscheidest, ist letztendlich eine Geschmackssache und Dir überlassen. Unser Test hat ergeben, dass Stirnlampen meist praktischer sind, da man mit ihnen die Hände freihat. Achte darauf, dass die Lampe verschiedene Einstellungsmöglichkeiten hat, sodass Du Strom sparen kannst. Außerdem ist es wichtig, dass Du einige Ersatzbatterien einpackst, um auch ein paar Wochen oder Monate auszukommen.


Kommunikation


Im Detail:

Wenn es zu einer echten Krisensituation kommen sollte, dann ist es wichtig, dass Du mit anderen Menschen kommunizieren kannst. Vor allem solltest Du in der Lage sein, Informationen von Behörden und der Regierung zu empfangen. Dazu nimmst Du am besten Dein alltägliches Smartphone mit Ladekabel mit. Es ist jedoch nicht gesagt, dass Du mit Deinem Smartphone überall Empfang hast und dass Dein Smartphone immer funktioniert. Deswegen ist es angebracht, ein Kurbelradio mitzunehmen. Dieses Kurbelradio ist nicht von einem Stromanschluss abhängig, weil Du es über eine Kurbel aufladen kannst. Mit dem Radio bist Du dann in der Lage dazu, verschiedenste Informationen zu empfangen.

In einer Krisensituation bist Du natürlich klar im Vorteil, wenn Du durch Dokumente und ähnliche Dinge bestätigen und beweisen kannst. Dazu zählt die Bestätigung Deiner Person und Deiner Staatsangehörigkeit durch Deinen Personalausweis. Aber auch verschiedene Familienurkunden oder individuelle Papiere (beispielsweise ein Meisterbrief) solltest Du dabeihaben. Dadurch, dass es nicht möglich sein wird immer die Originale dabeizuhaben, ist es auch in Ordnung, wenn Du von all den Dokumenten einfach Kopien machst und in einer Dokumentenmappe zusammenfügst. Empfehlenswert ist außerdem Ersatzschlüssel von Auto und Haus in die Dokumentenhülle hineinzulegen. Einiges Geld in kleineren Scheinen solltest Du zudem ebenfalls einpacken, um eventuell Tauschgeschäfte durchführen zu können.

Abschließendes Fazit

Dank des Artikels weißt Du nun alles Wichtige zum Thema Fluchtrucksack. Du kannst es Dir nun ersparen, Dich durch haufenweise andere Texte im Internet zu wühlen, die Dir nicht einmal einen ordentlichen Mehrwert bieten. Nun hast Du alles Wissen, was Du brauchst, um Deinen eigenen Rucksack zu packen.

Wir hoffen, dass Du alles in unserem Artikel gut verstanden hast und die einzelnen Punkte gut nachvollziehen konntest. Wenn dem nicht so ist, dann zögere bitte nicht und lass uns einen Kommentar da, in dem Du Deine Frage zum Thema Fluchtrucksack formulierst.

Und auch wenn Du keine Fragen hast: Lass uns sehr gern ein Kommentar da, in dem Du uns sagst, wie Du den Artikel fandest oder was in Deinem Rucksack auf keinen Fall fehlen wird. Nun kannst Du Deinen eigenen Fluchtrucksack ganz alleine packen. Viel Spaß!

Quellenangabe:

[1] https://armageddonstuff.com/fluchtrucksack/#Nahrung

[2] https://www.outdoornet.de/survival/prepping/fluchtrucksack/

[3] https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/PersNotfallvorsorge/Notgepaeck/notgepaeck.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Rucksack#Fluchtrucksack

Weiterführende Studie/Statistik:

Ein interessanter Artikel dazu, wie ein Mann plötzlich zum Survival-Experte wurde.

https://www.saechsische.de/in-staedten-wird-schneller-chaos-herrschen-3478376.html

FAQ:

Wie viel Wasser braucht man zum Überleben?

Du benötigst täglich mindestens 1,5 Liter Wasser, wenn Du überleben möchtest.

Wozu dient der Fluchtrucksack?

Ein Fluchtrucksack ist dafür da, wenn Du plötzlich Dein zu Hause verlassen musst, ohne die Zeit zu haben, irgendetwas zu packen. Dann steht der bereits gepackte Rucksack bereit und kann sofort verwendet werden.

Für welche Szenarien könnte ich meinen Fluchtrucksack gebrauchen?

Es gibt enorm viele mögliche Szenarien: eine Evakuierung wegen einer Weltkriegsbombe, ein Großbrand, ein Bürgerkrieg oder eine ernste Naturkatastrophe.


Philipp
Philipp

Hey Amigo... Ich bin Philipp. Ich bin Teil der Survival Helden Redaktion & Mitgründer dieses Magazins. Aus meiner Leidenschaft heraus für die Themen Outdoor, Survival, Prepping & Natur, ist es mein Ziel, dir hilfreiche Tipps & Tricks mit auf den Weg zu geben. Wir sind Teil der Natur. Lass uns sie genießen!

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