Für Dich zuletzt aktualisiert am: 05.07.2021

Was ist Klettern?

Die 8 Wichtigsten Grundlagen für Deinen Start in die Welt des Kletterns!

Was ist Klettern_1

 Das Wichtigste zuerst: 

Was ist Klettern?

Klettern  ist eine Fortbewegungsart. Hierbei wird mit Armen und Beinen gearbeitet, um beispielsweise Mauern, Wände, Felsen und Bäume zu erklimmen.

Es gibt dabei jedoch auch verschiedene Unterformen, wie beispielsweise Bouldern. Hierbei wird nicht vertikal, sondern horizontal geklettert.

Hier ein Beispiel

Um Dir noch näher zu bringen, was Klettern  ist, versetz Dich gedanklich einfach in die folgende Lage.

Du bist auf einer Wanderung unterwegs und findest einen Baum mit reifen Früchten. Da Du Dich seit Tagen von gefriergetrockneten Gerichten und Müsliriegeln ernährst, wäre das eine leckere und gesunde Abwechslung. Doch wie gelangst Du an die Früchte? Durch Klettern wird es möglich. Dabei musst Du Dich jedoch absichern und das richtige Vorgehen kennen.

Dies ist noch wichtiger, wenn Du Dich auf eine Wanderung mit steilen Abhängen und Höhen begibst. Doch wie funktioniert das Absichern und welches Equipment benötigst Du dafür? Diese Fragen müssen dringend geklärt sein, bevor Du Dich in mehreren Metern Höhe befindest.

Los Gehts

Nachdem Du die Grundlagen kennst, können wir nun zu den Details übergehen. Was Du brauchst und wie es geht wirst Du hier ebenso erfahren, wie viele weitere wichtige Details. Bist Du bereit? Dann: Los geht's!

Worauf kommt es beim Klettern an?

Kein Problem... erklären wir dir!

In diesem Ratgeber geben wir Dir mehr als nur die Antwort auf die Frage "Was ist Klettern ?!" Du erfährst auch, welche Ausstattung dafür wichtig ist, worauf es bei der Vorbereitung ankommt und warum Klettern ein tolles Workout ist sowie viele weitere wichtige Fakten rund um das Thema Klettern.

Auf unnötigen Kram verzichten wir dabei, lassen aber auch die potenziellen Gefahren und Risiken nicht außen vor.

Denn ich kann mich noch gut daran erinnern als ich von dem Klettern  auf Bäume zu Kletterhallen und schließlich Bergen wechselte und einen deutlichen Unterschied - nicht nur in der Höhe - erfuhr.

Quellen durchforstet

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Deine gesparten Stunden

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Lesezeit ca.

6 Min.

Das sind die konkreten Schritte

Wenn Du nicht nur beantworten willst "Was ist Klettern?", sondern es auch selbst versuchen möchtest, brauchst Du dafür das richtige Wissen und die passende Ausstattung. Die folgenden konkreten Schritte helfen Dir dabei.

Klettern - Checkliste

Das ist wichtig!Kurz und knackig zusammengefasst:
Ein KletterkursKletterhallen und Sportstudios mit Kletterwänden bieten in der Regel Kurse oder zumindest Einführungen an.
Hier kannst Du üben und die ersten praktischen Erfahrungen sammeln.
Kenne Deine KnotenUm Dich selbst oder eine andere Person zu sichern, brauchst Du die richtige Technik und die richtigen Knoten.
Diese solltest Du problemlos selbstherstellen können. Das erfordert wiederum Übung.
Such Dir einen PartnerWenn Du in großer Höhe lediglich mit einem Seil und einem Gurt gesichert bist, musst Du Dich blind auf Deinen Kletterpartner verlassen können. Am besten ist es daher, bereits im Vorfeld mit dieser Person zu trainieren und sich aufeinander einzuspielen.
Trainiere, so viel Du kannstSelbst wenn Du gut trainiert bist, bereits eine Stunde Klettern wirst Du in den nächsten Tagen sehr deutlich spüren. Die Belastung der Finger, Unterarme und Beine sowie die Anspannung in der Körpermitte sind ein ausgezeichnetes anzkörper-Workout, das aber auch sehr anstrengend ist. Durch die Aufregung beim Klettern selbst und die hohe Konzentration auf die nächste Bewegung ist dies oftmals gar nicht spürbar, bis die Kraft plötzlich weg ist oder der Muskelkater einsetzt.
Bewahre GeduldOb trainiert oder nicht: Richtig und sicher Klettern zu lernen dauert seine Zeit. Sei daher geduldig mit Dir selbst. Ein bis zwei Mal pro Woche zu trainieren bringt schnelle Fortschritte. Gib Dir aber auch Zeit zur Erholung.
Such Dir die richtige AusrüstungEinmal in eine Kletterhalle zu gehen und diese Sportart zunächst auszuprobieren, erfordert noch kein eigenes
Equipment. Seile und Karabiner gibt es in der Regel vor Ort oder sie können ausgeliehen werden. Kleidung und
Schuhe müssen ebenfalls nur geringe Anforderungen erfüllen. Wenn Klettern für Dich zum Hobby wird, solltest
Du hingegen über die passende Ausrüstung nachdenken.
Profitiere von den Erfahrungen andererKletterer, die sich in Hallen oder im Freien auf die Probe stellen, haben oft einiges erlebt. Von Verbrennungen an
den Händen, über hängengebliebene Kleidung bis hin zur Wichtigkeit des Sturztrainings - profitiere von diesem
Wissen.
Geh keine Risiken einAuch wenn der Adrenalinkick und das Erfolgsgefühl verlockend sind: Übertreib es nicht. Deine Sicherheit muss
in jedem Fall vorgehen. Ein Krampf, eine abrutschende Hand und schon kannst Du Dir ernsthafte Verletzungen
zufügen. Lass es nicht so weit kommen!


Nimm einen Kletterkurs wahr


Wie heißt es so schön?: Probieren geht über studieren. Das gilt auch für das Klettern. Knoten für die Sicherungen lernen, das richtige Vorgehen üben und beim Bouldern Grifftechniken und Deine Kraft testen - all das kann in einem solchen Kurs stattfinden. Es ist wichtig, dass Du eine solche Einführung praktisch durchführst. Anderenfalls können sich schnell Fehler einschleichen, die Dir erst im Ernstfall bewusst werden.

Hinzu kommt, dass viele die Anstrengung beim Klettern  anfangs unterschätzen. Wer sieht, wie sich ein Kletterer von Griff zu Griff hangelt, hält das oftmals für einfach und leicht. Dass dabei der ganze Körper angespannt und angestrengt wird und das gesamte Gewicht teilweise an dem Halt der Finger hängt - das lässt sich rein vom Zusehen nicht einschätzen.

Üben in sicherer Umgebung!

Ein weiterer Vorteil bei dem Kletterkurs ist, dass Du auch unangenehme Situationen in einer gesicherten Umgebung erlebst und trainierst. Dazu gehört beispielsweise das Sturztraining.

Sturztraining klingt ungewöhnlich, oder? Schließlich sollte es doch das Ziel sein, möglichst nicht zu fallen. Aber es kann dennoch passieren. Ein wegbrechender Stein oder Griff oder eine abrutschende Hand und schon hängst Du in der Luft - und zwar wortwörtlich. Kommt dann noch ein Fehler bei der Sicherung hinzu oder kann Dein Partner nicht schnell genug reagieren, befindest Du Dich nahezu im Freifall. Es ist dann sehr wichtig, dass Du nicht mit der Wand kollidierst.

Denn hierbei kannst Du Dir sehr schwere Verletzungen zuziehen und selbst mit einem Helm das Bewusstsein verlieren. Du musst daher trotz der ganz natürlich Angst lernen, Dich gezielt und kontrolliert von der Wand abzustoßen.

Das klingt leichter, als es ist.

Aber selbst beim ganz normalen und gesicherten Abseilen sind Du und Deine Gesundheit darauf angewiesen, dass Du das richtige Verhalten beherrschst und dieses automatisiert hast.


Knoten lernen


Was ist Klettern_2

Knoten benötigst Du beim Klettern für die Sicherung. Das heißt, das Seil, das an Deinem Gurt befestigt wird und mit Deinem Partner verbunden ist. Für eine sogenannte Zwischensicherung sind wiederum andere Knotenvarianten wichtig.

Generell wird unterschieden zwischen Knoten, die sich nicht lösen und solchen, durch die noch ein Seil laufen kann. Der Achterknoten ist das Erste, was Du lernen solltest.

Darüber hinaus gibt es aber auch:

Trainiere diese Knoten so lange, bis Du sie förmlich im Schlaf binden kannst. Denn von ihnen hängt Deine Sicherheit und die Deines Partners ab.

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Der richtige Partner


Kletterpartner wollen gut ausgewählt sein. Immerhin legst Du Dein Leben in die Hände dieser Person. Ein eingespieltes Team und passende Voraussetzungen sind daher immer besser und sicherer als spontane Kletterpartien mit Bekannten. Worauf kommt es dabei aber nun im Detail an?

Die folgenden Tipps solltest Du beachten:

Größe und Gewicht:

Ein gut trainierter Kletterer mit einem Gewicht von 50 Kilogramm kann durchaus einen Partner mit 90 Kilogramm halten. Einfacher und daher gerade für Anfänger besser ist es aber, wenn Gewicht und Größe ungefähr übereinstimmen.

Trainingslevel:

Die Kraft in Händen, Armen und Beinen ist ausschlaggebend für Deine Sicherheit und die Sicherheit Deines Partners. Solange diese fehlt, ist das Risiko also sehr hoch. Neben dem eigentlichen Klettertraining lohnt es sich daher auch Kraft und Ausdauer zu steigern.

Kenntnis und Erfahrung:  

Für Anfänger ist es ratsam, sich erfahrene Kletterer als Begleitung zu suchen. Gerade dann, wenn es um Klettern  im Freien geht. Denn hier fangen keine Matten den Sturz ab. Hab keine Angst, Fragen zu stellen. Wenn Du gerade erst am Anfang stehst, werden Dir geeignete Personen sofort helfen und Dich einweisen. Ist das nicht der Fall: Such besser weiter.

Kommunikation:  

Eine klare Kommunikation mit direkten Ansagen und einer schneller Verständigung kann Verletzungen verhindern. Sprecht euch also vorher ab. Denn mit Sicherheit möchtest Du keine Diskussion darüber beginnen, ob das Seil straff genug gespannt ist, wenn Deine Hände gerade abrutschen.


Training als Sicherheit


Wusstest Du schon?

Mount Thor ist ein Berg im Auyuittuq-Nationalpark auf Baffin Island, Nunavut, Kanada. Am Berg befindet sich die höchste mindestens senkrechte Steilwand der Welt. Sie misst 1250 Meter und weist einen Durchschnittswinkel von 105 Grad auf. Die Erstbesteigung des Mount Thor gelang dem Astrophysiker und leidenschaftlichen Alpinisten Lyman Spitzer

Kraft und Ausdauer sind wichtige Voraussetzungen für das Klettern . Es schadet daher nicht, anderen Sport zu treiben. Gewichteheben, Joggen, Crosstraining oder HIIT - selbst Yoga und Schwimmen helfen Dir weiter.

Verfolge dieses Training regelmäßig und versuche Variationen. Hierdurch wird eine bestmögliche Kräftigung erreicht. Gib Dir zudem ausreichend Pausen. Ein Training alle zwei bis drei Tage reicht vollkommen. In der Zwischenzeit kann sich das Gewebe regenerieren und stärken.


Geduld bewahren als Schlüssel zum Erfolg


Du willst Klettern  aber der richtige Partner fehlt? Statt der 20 Meter Höhe in der Halle schaffst Du nur 8 Meter? All das gehört zu der Entwicklung dazu.

Lass Dir Zeit und bleib am Ball. Es ist besser viele kleine aber sichere Schritte zu machen als Dich zu übernehmen und in der Folge den Mut zu verlieren.


Das Equipment


Was ist Klettern_3

Beim Klettern  wird nicht so viel benötigt - ABER: Du brauchst in jedem Fall das richtige Equipment.

Achte dabei auf die folgenden Punkte:

Wenn Du anfangs Equipment ausleihst, wirst Du schnell merken, worauf es ankommt. So ist es beispielsweise bei der Kleidung wichtig, dass sie eng an Deinem Körper anliegt. Anderenfalls könnten sich Falten oder Bünde an einem Griff oder einem Vorsprung verfangen.

Schuhe oder genauer gesagt Kletterschuhe müssen dünn und flexibel sein, dabei aber auch einen guten Halt bieten. Seile, Haken und Taschen sollten die gleichen Anforderungen erfüllen.

Eine einfache Reinigung ist ebenfalls von Vorteil. Was genau Du zum Klettern  brauchst, ist selbstverständlich abhängig von der jeweiligen Klettertour. Grundlegend werden jedoch die folgenden Ausstattungsdetails benötigt:

Die Grundlegende Ausrüstung:

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Erfahrene Kletterer als Quelle


Das richtige Steigen, die richtigen Griffe aber auch Risiken und Gefahren zeigen sich in der Praxis mit zunehmender Erfahrung immer deutlicher. Ebenso wie, welche Schuhe für die Halle oder Felswände ideal sind und worauf bei Ausflügen geachtet werden sollte.

Profitiere von diesen Erfahrungen. Nicht alles musst Du selbst durchmachen, um daraus zu lernen.

Hör erfahrenen Kletterern zu, bitte sie um Rat und lass Dich anleiten. Du wirst dabei schneller und besser lernen als wenn Du Dich nur mit der Theorie beschäftigst.


Risiken minimieren


Wenn Du kletterst, gehst Du dabei unweigerlich gewisse Risiken ein. Stürze sind dabei natürlich die größte Gefahr.

Fingernägel schneiden:

Lange Fingernägel können und werden Dich beim Klettern behindern. Wenn sie einreißen oder abbrechen ist das nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch eine erhebliche Gefahr darstellen.

Richtiges Equipment wählen:

Ob Kleidung, Seile oder Haken - setz auf Qualität und Beständigkeit. Wähle zudem durchdacht aus, was Du brauchst oder brauchen könntest, um entsprechend vorbereitet zu sein.

Nie alleine Klettern:

Ob in der Halle oder direkt im Freien, geh nie alleine auf Klettertour. Selbst wenn eine direkte Sicherung nicht möglich ist, hast Du damit immer noch Hilfe und jemanden, der bei Bedarf für medizinische Versorgung sorgen kann.

Abschließendes Fazit

Dank dieses Artikels kennst Du jetzt also nicht nur die Antwort auf die Frage "Was ist Klettern?", sondern weißt auch, worauf es dabei ankommt. So umfassend dieser Ratgeber aber auch ist und so sehr er dir den Anfang erleichtert: Die Praxis kann er natürlich nicht ersetzen. Er stellt dennoch eine gute Vorbereitung dar und spart Dir sowohl Zeit als auch Aufwand.

Bevor Du jetzt aber selbst ausprobierst, hinterlass uns einen Kommentar. Wir freuen uns auf Dich.

Quellenangabe:

[1] https://www.outdoor-magazin.com/klettern/das-erste-mal-klettern/

[2] https://www.netdoktor.de/sport-fitness/klettern/

[3] https://www.fitforfun.de/wissen/was-ist-der-unterschied-zwischen-bouldern-und-klettern-248483.html#:~:text=H%C3%B6he%3A%20Beim%20Seilklettern%20erklimmst%20du,drei%20und%20vier%20Meter%20hoch.

FAQ:

Was ist der Unterschied zwischen Klettern  und Bouldern?

Klettern  beschreibt eine vertikale Bewegung, Bouldern ist hingegen horizontal und in der Höhe deutlich geringer.

Warum ist es anfangs besser, in einer Halle zu Klettern ?

Weil Du hier sicherer bist. Dämpfende Matten auf dem Boden, eine einfache Sicherung über die Decke und einen Partner findest Du hier vor. Hinzu kommt, dass Du meist das Equipment einfach ausleihen kannst. Kletterhallen und Fitnessstudios sind daher ideal für den Anfang.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Du bereits eine gute Orientierung hast. Durch die farbliche Codierung der Griffe kannst Du den Schwierigkeitsgrad sehr einfach bestimmen. Dadurch kannst Du Dich auch allmählich steigern und die Belastung langsam erhöhen.

Was ist Klettern  in der Halle?

Hierbei kannst Du sowohl Klettern  als auch bouldern. Entscheidend ist aber, dass es sich um kontrollierte Bedingungen handelt. Bevor es Dich in die Berge zieht oder wenn das Wetter nicht mitspielt, ist das Klettern  in der Halle also eine wunderbare Option.


Basti
Basti

Howdy mein Feund... Mein Name ist Basti. Ich bin Teil der Survival Helden Redaktion. Aus meiner Leidenschaft heraus für die Themen Outdoor, Survival, Prepping & Natur, ist es mein Ziel, dir hilfreiche Tipps & Tricks mit auf den Weg zu geben. Schau dich ruhig um!

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